MEDIA – Die Zahlen sprechen für sich – Wie Massendaten die Wissenschaft revolutionieren

This article has recently been published in freiraum 1/2017. The text is a translation of the article “Scientist” from the column “Ideas in the Second Machine Age”.

Ein Wissenschaftler ist eine Person, die sich an einer systematischen Aktivität beteiligt, um Wissen zu erlangen, das die natürliche Welt beschreibt und vorhersagt. Im engeren Sinne ist ein Wissenschaftler jemand, der sich mit einer wissenschaftlichen Methode beschäftigt. In den maßgeblichen empirischen Wissenschaften basieren wissenschaftliche Methoden auf Modellierung und Testbarkeit.

Seit Jahrzehnten beruhte die moderne empirische Wissenschaft hierbei auf dem Prinzip der Falsifikation. Theorie, visualisiert im Kopf des Forschers, wurde durch Hypothesen formuliert. Entlang dieser Hypothesen konnten Modelle konstruiert werden, überprüfbare Modelle, die man in Experimenten entweder bestätigt oder abgelehnt sah. Bevor eine kausale Beziehung zwischen zwei Beobachtungen aufgestellt werden konnte, mussten Forscher zuerst die zugrundeliegenden theoretischen Mechanismen formulieren. Ohne theoretische Annahmen könnten Relationen ebenso auch durch den Zufall bedingt sein. Theoretische Modelle unterscheiden zwischen Korrelation und Kausalität.

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